Wenn man zum ersten Mal an Bord geht, kann die Sprache der Seeleute wie eine Fremdsprache klingen. Die korrekten Begriffe zu verwenden, dient nicht nur dazu, einen guten Eindruck zu machen, sondern ist für die Sicherheit und die schnelle Kommunikation während der Manöver unerlässlich.

Richtungsangaben und die Teile des Bootes
Bug (Vorne): Der vordere Teil des Bootes, der das Wasser beim Vorwärtsfahren „schneidet“.
Heck (Hinten): Der hintere Teil des Bootes, wo sich normalerweise das Ruder befindet.
Steuerbord (Rechts): Wenn man in Richtung Bug (nach vorne) schaut, bezeichnet Steuerbord die rechte Seite des Bootes. Traditionell mit der Farbe Grün assoziiert.
Backbord (Links): Wenn man in Richtung Bug schaut, bezeichnet dies die linke Seite. Traditionell mit der Farbe Rot assoziiert.
An Deck (Oben): Alles, was sich außerhalb befindet, auf der begehbaren Fläche des Bootes.
Unter Deck (Unten): Der Innenbereich, wo sich die Dinette (der Wohnbereich), die Kabinen und das Bad befinden.
Unterwasserschiff und Überwasserschiff: Das Unterwasserschiff (oder der Rumpf) ist der Teil des Bootes, der unter Wasser bleibt; das Überwasserschiff ist der sichtbare Teil oberhalb des Meeresspiegels.
Seile, Wände und Fenster: Wie man sie nennt
Allgemeiner Begriff | Nautischer Begriff | Erklärung |
|---|---|---|
Seil | Leine / Wante / Fall | An Bord gibt es das Wort "Seil" nicht (außer für die Glocke). Man spricht allgemein von Leinen, von Fallen zum Hissen der Segel und von Schoten, um diese zu trimmen. |
Wand | Schott | Vertikale Trennwand im Inneren des Bootes. |
Boden | Paiol | Die begehbare Innenfläche unter Deck. |
Fenster | Bullauge / Luke | Die runden seitlichen Fenster sind Bullaugen, während die begehbaren Luken auf dem Deck als Decksluken bezeichnet werden. |
Küche | Kombüse | Die eigentliche Küche; mit "Proviant" bezeichnet man zudem den gesamten an Bord gelagerten Nahrungsvorrat. |
